Überblick
Was sind Kaufnebenkosten?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Bei 350.000 Euro Kaufpreis in Bayern summieren sich Grunderwerbsteuer (3,5 %), Notar (1,5 %) und Grundbuch (0,5 %) sowie Maklercourtage auf rund 31.700 Euro — gut 9 % des Kaufpreises, die Banken in der Regel nicht mitfinanzieren. Er eignet sich für Kaufinteressierte, die nicht bei der Exposé-Summe stehen bleiben wollen, sondern wissen müssen, wie viel Geld tatsächlich am Notartermin und aus dem eigenen Eigenkapital bereitstehen sollte.
Die Grunderwerbsteuer hängt vom jeweiligen Bundesland ab, Notar- und Grundbuchkosten orientieren sich am Kaufpreis, und die Maklerprovision kommt nur hinzu, wenn sie vereinbart ist.
Zusammen ergeben diese Posten die Nebenkosten, die den Gesamtbetrag über den reinen Kaufpreis hinaus treiben.
Da Banken die Nebenkosten meist nicht mitfinanzieren, entscheidet genau dieser Block oft darüber, ob das vorhandene Eigenkapital für den geplanten Kauf wirklich ausreicht.
Der größte und zugleich am stärksten schwankende Posten ist die Grunderwerbsteuer: Ihr Satz wird von den Bundesländern festgelegt und reicht von 3,5 Prozent in Bayern bis zu 6,5 Prozent in mehreren anderen Ländern.
Allein diese Spanne kann bei einem Kaufpreis von 400.000 Euro einen Unterschied von rund 12.000 Euro ausmachen — ohne dass sich am Objekt selbst irgendetwas ändert.
Notar- und Grundbuchkosten folgen dagegen bundeseinheitlich dem Gerichts- und Notarkostengesetz und richten sich nach dem Geschäftswert; sie sind gesetzlich festgelegt und nicht verhandelbar.