Paul interessiert sich für zwei Wohnungen: Wohnung A für 280.000 € mit 72 m², Wohnung B für 320.000 € mit 90 m². Eingaben im Rechner: Kaufpreis und Wohnfläche je Angebot. Wohnung A: 280.000 / 72 = 3.889 €/m². Wohnung B: 320.000 / 90 = 3.556 €/m².
Wohnung B hat trotz höheren Gesamtpreises den günstigeren Quadratmeterpreis. Paul vergleicht beide Werte anschließend mit dem lokalen Kaufpreisspiegel und entscheidet, dass Wohnung B bei vergleichbarer Lage der bessere Kauf ist.
Aufschlussreich ist, dass Wohnung B mit 320.000 Euro zwar teurer wirkt, mit 3.556 Euro pro Quadratmeter aber günstiger liegt als Wohnung A mit 3.889 Euro pro Quadratmeter — erst der Bezug auf die Wohnfläche dreht die scheinbare Rangfolge um.
Paul gleicht beide Werte anschließend mit dem Kaufpreisspiegel seines Stadtteils ab und prüft, ob die Lagen wirklich vergleichbar sind, bevor er sich festlegt.
Zusätzlich rechnet er die Kaufnebenkosten auf die Fläche um, um den effektiven Quadratmeterpreis beider Wohnungen zu erhalten.
Seine Zahlen sind ein Rechenbeispiel und keine Kaufempfehlung, weil der reale Wert stark von Zustand, Etage und Ausstattung abhängt. Der Rechner ist dabei bewusst der schlankeste im Immobilienbereich: Zwei Eingaben, ein Ergebnis.
Aus 350.000 Euro und 80 Quadratmetern werden 4.375 Euro je Quadratmeter — mehr rechnet er nicht, und genau darin liegt seine Stärke als schneller Erstfilter.
Alles, was den Wert real prägt, bleibt deine Aufgabe: Zustand, Baujahr, Etage, Balkon, Stellplatz und vor allem die Lage tauchen in keinem Feld auf. Auch die Frage, welche Fläche überhaupt zählt, beantwortet der Rechner nicht.
Trage die Wohnfläche nach Wohnflächenverordnung ein und nicht die Grundfläche: Balkone zählen dort meist nur zu einem Viertel, Dachschrägen unter einem Meter Höhe gar nicht.
Wer die Terrasse voll mitrechnet, drückt den Quadratmeterpreis rechnerisch und vergleicht am Ende Äpfel mit Birnen.