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Leerstandskosten berechnen: Mietausfall und Fixkosten

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Kurzantwort

Leerstandskosten-Rechner: Gib kaltmiete monatlich und fixkosten monatlich ein und erhalte Mietausfall (€) als Ergebnis. Für verbindliche Entscheidungen Fachberatung und aktuelle Marktdaten hinzuziehen.

Leerstandskosten aus entgangener Miete sowie umlagefähigen und nicht umlagefähigen...

Kilian AchatzFachredaktion Immobilien
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Mai 2026)Veröffentlicht: Stand:

Überblick

Was ist der Leerstandskosten-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Wie hoch die Kosten eines leerstehenden Mietobjekts wirklich sind, zeigt sich erst, wenn Mietausfall, laufende Fixkosten und Einmalkosten zusammengerechnet werden — gib deine Zahlen ein und sieh die Szenarien für 1 bis 12 Monate auf einen Blick. Statt nur die entgangene Kaltmiete zu betrachten, rechnet er die laufenden Fixkosten, die Einmalkosten für Wiedervermietung wie Renovierung, Inserate oder Maklerhonorar und die Zahl der Leerstandsmonate zusammen.

Aus diesen Größen ergeben sich die Gesamtkosten des Leerstands sowie die Kosten pro Tag, die den wirtschaftlichen Druck jedes weiteren Leerstandsmonats sichtbar machen.

So lässt sich beurteilen, ab wann eine schnellere Vermarktung, eine Mietsenkung oder eine Aufwertung günstiger ist als ein weiterer Monat ohne Mieter.

Der Rechner richtet sich an Vermieterinnen und Vermieter, die Entscheidungen zur Vermietung nicht aus dem Bauch heraus, sondern auf Basis der tatsächlichen Leerstandskosten treffen möchten.

Welche Kosten fallen bei Leerstand an? Leerstandskosten setzen sich aus drei Blöcken zusammen: Erstens die entgangene Kaltmiete (Mietausfall für die Leerstandszeit), zweitens die laufenden Fixkosten, die auch ohne Mieter anfallen wie nicht umlagefähiges Hausgeld, Grundsteuer, Gebäudeversicherung sowie Finanzierungszinsen (typischerweise 200 bis 400 Euro pro Monat), und drittens einmalige Wiedervermietungskosten für Renovierung, Inserate oder Schönheitsreparaturen.

Wie werden Nebenkosten bei Leerstand verteilt? Bei der Nebenkostenabrechnung mit Flächenumlage trägt der Vermieter den Leerstandsanteil selbst — wer z. B. zwei Monate lang 30 % der Gesamtfläche nicht vermietet hat, zahlt zwei Monate lang 30 % der Nebenkosten vollständig aus eigener Tasche, ohne Umlagefähigkeit.

Diese Kosten sind nicht umlagefähig und gehören zur vollen Leerstandsbelastung. Leerstandskosten: Welche Kosten laufen weiter? Wie senke ich Leerstandskosten und verkürze Leerstände? Eine marktgerechte Miete ist der wichtigste Hebel: Liegt die Forderung deutlich über der ortsüblichen Vergleichsmiete, schreckst du Interessenten ab.

Hinzu kommen gute Präsentation mit hellen Fotos und vollständigem Exposé, flexible Besichtigungstermine auch abends und am Wochenende, kleine Schönheitsreparaturen und frühzeitiges Inserieren vor dem Auszug des Vormieters.

Bei 1.100 Euro Monatskosten Leerstand spart jeder eingesparte Monat über tausend Euro Ertrag — das rechtfertigt viele Vermarktungsmaßnahmen.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du gibst die monatliche Kaltmiete, die monatlichen Fixkosten, die geplanten Leerstandsmonate und optionale Einmalkosten wie Renovierung, Inserate oder Maklerhonorar ein. Die Kaltmiete entspricht der entgangenen Miete während des Leerstands, die Fixkosten umfassen die laufenden Objektkosten wie Grundsteuer, Versicherung und Hausgeld, die du auch ohne Mieter trägst.

Diese Daten sollten aus der aktuellen Objektkalkulation und realen Angebotswerten stammen.

Häufige Fehler sind das Weglassen nicht umlagefähiger Fixkosten, das zu optimistische Schätzen der Leerstandsmonate und das nachträgliche Einbauen von Einmalkosten, obwohl sie den Break-even der Vermietungsentscheidung direkt verschieben.

Die Fixkosten setzt du nur mit den Posten an, die auch ohne Mieter anfallen und nicht auf einen Mieter umlegbar sind, etwa Grundsteuer, Gebäudeversicherung und der nicht umlagefähige Teil des Hausgelds.

Die Einmalkosten für Renovierung, Inserate oder Maklerhonorar trägst du einmalig ein, nicht pro Monat. Je genauer diese Werte zur realen Objektkalkulation passen, desto belastbarer sind die ausgewiesenen Gesamtkosten und die Kosten pro Tag.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Leerstandskosten-Formel (Gesamtkosten = (Kaltmiete + Fixkosten) × Monate + Einmalkosten; Kosten pro Tag = Gesamtkosten ÷ (Monate × 30); Szenarien für verschiedene Leerstandsdauern): Gesamtkosten Leerstand = (Kaltmiete + Fixkosten) × Leerstandsmonate + Einmalkosten. Aus den Gesamtkosten und der Leerstandsdauer berechnet der Rechner zusätzlich die Kosten pro Tag und stellt Szenarien für mehrere Leerstandsmonate gegenüber, damit der Effekt einer schnelleren Vermarktung sichtbar wird.

Die laufenden Fixkosten fließen dabei voll ein, weil sie auch ohne Mieter anfallen, während die einmaligen Wiedervermietungsausgaben für Renovierung, Inserate oder Maklerhonorar nur einmal angesetzt werden.

Beispiel: 1.050 Euro Kaltmiete, 420 Euro Fixkosten, 3 Monate Leerstand und 2.600 Euro Einmalkosten führen zu (1.470 × 3) + 2.600 = 7.010 Euro Gesamtkosten und damit zu rund 49 Euro Leerstandskosten pro Tag (die Kosten pro Tag beziehen sich auf Mietausfall und Fixkosten, nicht auf die Einmalkosten).

Die Kosten pro Tag sind dabei die anschaulichste Größe, weil sie den laufenden Druck jedes weiteren Leerstandstags greifbar machen und sich direkt mit den Kosten einer Vermarktungsmaßnahme vergleichen lassen.

Über die Szenarien für unterschiedliche Leerstandsdauern siehst du zudem, wie sich die Gesamtkosten mit jedem zusätzlichen Monat aufsummieren.

Die genannten Beträge sind Beispielwerte; deine tatsächliche Belastung hängt von Miete, Fixkosten und Wiedervermietungsaufwand ab.

Leerstandskosten-Formel: Gesamtkosten aus Mietausfall, Fixkosten, Renovierung, Inserat und Makler.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Leerstandskosten-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Leerstandskosten bei Vermietung berechnen - was fällt alles an?

Leerstandskosten setzen sich aus drei Blöcken zusammen, die der Rechner getrennt ausweist. Erstens die entgangene Kaltmiete: Steht eine Wohnung mit 800 Euro Kaltmiete zwei Monate leer, verlierst du allein 1.600 Euro Mieteinnahmen.

Zweitens laufen die Fixkosten weiter, also nicht umlagefähiges Hausgeld, Grundsteuer, Gebäudeversicherung sowie die Zinsen deiner Finanzierung, die zusammen schnell 200 bis 400 Euro pro Monat ausmachen.

Drittens kommen einmalige Wiedervermietungskosten hinzu, etwa Renovierung, Inserate oder Schönheitsreparaturen.

Für die Entscheidung sind vor allem Mietausfall, Gesamtkosten Leerstand und Kosten pro Tag wichtig, weil diese drei Werte direkt zeigen, wie teuer ein weiterer Monat ohne Mieter wird und wie viel Liquiditätspuffer du kurzfristig vorhalten solltest.

Auch die Entscheidung, wann du Renovierungsarbeiten durchführst, lässt sich mit dem Rechner wirtschaftlich fundieren: Fallen Sanierungskosten von 2.000 Euro in einen sowieso geplanten Leerstandsmonat, entstehen keine zusätzlichen Mietausfallkosten.

Koordinierst du die Arbeiten dagegen in eine Phase mit laufendem Mietvertrag, vermeidest du den Leerstand vollständig. Diese Euro-Logik macht der Rechner für jede Instandhaltungsmaßnahme transparent.

Was sagt die Amortisation der sorgfältigen Mieterauswahl aus?

Ein Monat längerer Leerstand kostet dich die volle Kaltmiete plus die weiterlaufenden Fixkosten, und genau aus dieser Summe ergibt sich die Amortisationsschwelle einer sorgfältigen Mieterauswahl.

Beispiel: Kostet ein Monat Leerstand 1.100 Euro, dann müsste ein voreilig akzeptierter Problemmieter mindestens diesen Betrag an Mietausfall, Schäden oder Mahn- und Räumungskosten verursachen, damit sich das schnelle Vermieten im Nachhinein nicht gerechnet hätte.

Der Rechner macht diese Schwelle sichtbar und übersetzt sie in eine klare Euro-Zahl.

So kannst du den Zielkonflikt zwischen Vermietungsgeschwindigkeit und Bonitätsprüfung rein wirtschaftlich abwägen, statt nur aus dem Bauch heraus zu entscheiden, und erkennst, ab wann zusätzliche Wochen Auswahl betriebswirtschaftlich vertretbar sind.

Bei einer Dreizimmerwohnung mit 900 Euro Kaltmiete und 250 Euro Fixkosten kostet ein Leerstandsmonat 1.150 Euro.

Verursacht ein Problemmieter dagegen durch Mietausfall und Räumungsklage Kosten von 5.000 bis 10.000 Euro, wird der wirtschaftliche Vorteil gründlicher Mieterauswahl sofort messbar.

Diese Vergleichsrechnung kannst du direkt im Tool durchführen und für jedes Objekt individuell mit deinen eigenen Zahlen befüllen.

Lohnt sich eine Mietausfall- oder Leerstandsversicherung für Vermieter?

Eine Mietausfallversicherung kostet typischerweise rund 2 bis 4 Prozent der Jahresnettokaltmiete; bei 9.600 Euro Jahresmiete sind das etwa 190 bis 384 Euro Prämie pro Jahr.

Die Leistung greift meist erst nach einer Wartezeit von mehreren Monaten und deckt vor allem mietausfall durch zahlungsunfähige Mieter, seltener den klassischen Vermarktungsleerstand.

Ob sich der Schutz rechnet, bestimmen Lage, Objektqualität, Mieterstruktur und dein persönliches Sicherheitsbedürfnis.

Rechne im Tool ein Szenario mit und eines ohne Versicherung durch und vergleiche die jährliche Prämie mit den erwarteten Leerstandskosten.

So siehst du, ob die Police die statistisch erwartbaren Ausfälle wirklich sinnvoll absichert oder ob du das Risiko günstiger über eine eigene Rücklage trägst.

Gerade bei Neubauten oder Erstbezügen kann die Wartezeit der Versicherung von drei bis sechs Monaten entscheidend sein, weil in dieser Phase kein Schutz greift.

Hast du mehrere Objekte im Portfolio, rechnet sich häufig eine Eigenrisiko-Rücklage von drei bis sechs Monatsmieten pro Einheit mehr als eine Police, weil du die Prämien über alle Objekte summierst und gegen einen einmaligen Großschaden abwägst.

Leerstand bei Vermietung - wie kalkuliere ich realistische Quoten?

Die realistische Leerstandsquote hängt stark von der Lage ab und sollte konservativ angesetzt werden. In gefragten Innenstadt- und A-Lagen reichen oft 1 bis 3 Prozent, was rechnerisch etwa 4 bis 11 Tagen Leerstand pro Jahr entspricht.

In Rand-, B- oder C-Lagen sind 5 bis 10 Prozent oder mehr realistisch, also bis zu fünf Wochen ohne Mieteinnahmen jährlich.

Im Rechner trägst du eine geplante Quote ein und siehst sofort, wie stark sie die Nettorendite und den jährlichen Cashflow drückt.

Setze die Quote eher vorsichtig an, damit deine Kalkulation auch in schwächeren Vermietungsphasen, bei Mieterwechseln oder nach Modernisierungen tragfähig bleibt und du nicht in eine Liquiditätslücke gerätst.

Nutze den Rechner, um konkret zu prüfen, wie sich eine Quote von 5 Prozent auf deinen jährlichen Cashflow auswirkt: Bei einer Wohnung mit 800 Euro Kaltmiete entspricht das knapp drei Wochen Leerstand und rund 480 Euro Mietausfall pro Jahr.

Wer diesen Puffer in der Planung vernachlässigt, unterschätzt den nötigen Liquiditätspolster und gerät bei zwei gleichzeitig leer stehenden Einheiten schnell in finanzielle Engpässe.

Wie beeinflussen Leerstandskosten die Nettorendite meiner Immobilie?

Jeder Monat ohne Mieteinnahmen senkt den Jahresertrag, während die meisten Kosten unverändert weiterlaufen, und genau das drückt die Nettorendite.

Ein Zahlenbeispiel: Bringt eine Wohnung 9.600 Euro Jahreskaltmiete bei 240.000 Euro Kaufpreis, liegt die Bruttomietrendite bei 4,0 Prozent.

Fällt durch einen Monat Leerstand eine Monatsmiete weg, sinkt die Jahresmiete auf 8.800 Euro und die Bruttorendite auf rund 3,67 Prozent, die Nettorendite nach Fixkosten noch deutlicher.

Der Rechner zeigt diese Wirkung für verschiedene Leerstandsquoten und macht die Sensitivität sichtbar.

Vergleiche immer mehrere Quotenstufen, damit deine Renditebewertung nicht nur auf einem optimistischen Vollvermietungs-Einzelszenario beruht, sondern auch ungünstigere Verläufe abbildet.

So erkennst du frühzeitig, ab welcher Leerstandsquote der jährliche Cashflow ins Minus kippt und die Finanzierung enger wird.

Bereits ein Anstieg der Leerstandsquote von 0 auf 5 Prozent mindert beim obigen Beispiellobjekt mit 240.000 Euro Kaufpreis die Bruttomietrendite von 4,0 auf 3,8 Prozent und kostet 480 Euro Jahresertrag — ein Wert, den du direkt mit Maßnahmenkosten zur Leerstandsverkürzung vergleichen kannst.

Welche Maßnahmen können helfen, Leerstandskosten zu senken?

Leerstandsphasen lassen sich mit mehreren konkreten Hebeln verkürzen. Eine marktgerechte Miete ist der wichtigste: Liegt deine Forderung deutlich über der ortsüblichen Vergleichsmiete, schreckst du Interessenten ab und verlängerst den Leerstand.

Hinzu kommen eine gute Präsentation mit hellen Fotos und vollständigem Exposé, flexible Besichtigungstermine auch abends und am Wochenende sowie eine solide, aber nicht überzogene Bonitäts- und Schufa-Prüfung.

Auch frühzeitiges Inserieren vor dem Auszug des Vormieters und kleine Schönheitsreparaturen wirken.

Der Rechner zeigt dir in Euro, wie stark sich schon ein Monat weniger Leerstand pro Jahr auswirkt; bei 1.100 Euro Monatskosten sind das schnell über tausend Euro mehr Ertrag jährlich, was viele Maßnahmen sofort rechtfertigt.

Berechne beispielsweise, ob ein professioneller Fotograf für 150 Euro sich rechnet, wenn er die Vermarktungszeit um zwei Wochen verkürzt: Bei monatlichen Leerstandskosten von 1.100 Euro bedeuten zwei Wochen weniger Leerstand rund 550 Euro gespartem Aufwand — mehr als das Dreifache der Investition.

Der Rechner macht solche Kosten-Nutzen-Abwägungen für jede einzelne Maßnahme in konkreten Euro-Beträgen greifbar.

Welche Daten brauche ich für den Leerstandskosten-Rechner?

Für ein belastbares Ergebnis solltest du vier Datengruppen bereithalten. Erstens die monatliche Kaltmiete, weil sie den unmittelbaren Mietausfall bestimmt.

Zweitens die laufenden Fixkosten, die auch ohne Mieter anfallen, also nicht umlagefähiges Hausgeld, Grundsteuer, Gebäudeversicherung und die Finanzierungszinsen. Drittens die geplante Leerstandsquote oder die konkrete Leerstandsdauer in Monaten.

Viertens die einmaligen Wiedervermietungskosten wie Renovierung, Makler oder Inserate. Aus diesen Werten berechnet der Rechner die Monats- und Jahreskosten des Leerstands, die Kosten pro Tag und den Einfluss auf deine Rendite.

Achte auf möglichst vollständige Kostendaten, denn fehlende Positionen führen dazu, dass die tatsächlichen Leerstandseffekte systematisch unterschätzt werden und deine Planung zu optimistisch ausfällt.

Hast du zum Beispiel eine Wohnung mit 850 Euro Kaltmiete, 200 Euro Hausgeld und 80 Euro monatlicher Grundsteuer, setzt du folgende Werte ein: 850 Euro Kaltmiete, 280 Euro Fixkosten und eine Leerstandsdauer von zwei Monaten.

Der Rechner ermittelt dann 2.260 Euro Gesamtkosten und 37,67 Euro Kosten pro Tag, sodass du sofort erkennst, wie dringend eine schnelle Wiedervermietung ist.

Wer zahlt die Nebenkosten bei Leerstand?

Bei der Nebenkostenabrechnung nach dem Flächenschlüssel (§ 556a BGB) trägt der Vermieter den auf die leerstehende Einheit entfallenden Anteil vollständig selbst — dieser Anteil ist nicht auf andere Mieter umlegbar.

Die Berechnung folgt einem einfachen Dreisatz: Steht eine Wohnung mit 60 m² in einem Haus mit 300 m² Gesamtfläche zwei Monate leer, trägt der Vermieter 20 % (60/300) der umlagefähigen Betriebskosten für genau diese zwei Monate aus eigener Tasche.

Betragen die monatlichen Betriebskosten 500 Euro, entstehen 200 Euro (2 mal 0,20 mal 500) als nicht umlegbarer Leerstandsanteil. Hinzu kommt die entgangene Kaltmiete.

Für nicht verbrauchsabhängig abrechenbare Kosten wie Grundsteuer und Gebäudeversicherung gilt das unabhängig von der gewählten Verteilungsregel (BGH VIII ZR 115/06).

Der Rechner bildet diese Umlagebelastung ab, wenn du Gesamtfläche, leerstehende Fläche und monatliche Betriebskosten einträgst — so siehst du den Leerstand in seiner vollen wirtschaftlichen Breite.

Wie nutze ich den Leerstandskostenrechner zusammen mit Nettorendite- oder Mietrenditerechnern?

Der Leerstandskostenrechner liefert die Bausteine, mit denen du andere Renditemodelle realistischer machst.

Übernimm die hier ermittelte Leerstandsquote und die zusätzlichen Kosten pro Jahr in deinen Nettorendite- oder Mietrenditerechner, damit beide Modelle auf identischen Annahmen beruhen.

Erinnerung zur Mietrendite: Die Bruttomietrendite ergibt sich aus Jahreskaltmiete geteilt durch Kaufpreis mal hundert, und der Kaufpreisfaktor aus Kaufpreis geteilt durch Jahreskaltmiete.

Wenn du in diese Formeln die um den Leerstand reduzierte effektive Jahresmiete einsetzt, erhältst du ein ehrlicheres Bild als bei einer dauerhaften Vollvermietungsrechnung.

Lege zusätzlich einen zweiten, bewusst konservativen Durchlauf mit höherer Quote an, um zu prüfen, ob das Investment auch in schwierigeren Vermietungsphasen tragfähig bleibt.

Konkret: Trägst du aus dem Leerstandskostenrechner eine jährliche Leerstandsquote von 5 Prozent und zusätzliche Wiedervermietungskosten von 1.200 Euro in deinen Nettorenditerechner ein, sinkt die effektive Jahreseinnahme bei 10.000 Euro Kaltmiete auf 8.300 Euro.

Bei einem Kaufpreis von 250.000 Euro fällt die Bruttorendite damit von 4,0 auf 3,3 Prozent — ein Unterschied, der bei einer Finanzierungsentscheidung erheblich ins Gewicht fällt.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Nutze die Szenarien, um eine Schwelle für wirtschaftlich sinnvolle Vermarktungsgeschwindigkeit festzulegen. Wenn ein weiterer Leerstandsmonat teurer ist als eine gezielte Aufwertung oder ein professionelleres Inserat, ist schnelles Handeln meist die bessere Strategie.

Besonders hilfreich ist der Vergleich aus Kosten pro Tag und erwarteter Mietdauer des nächsten Vertrags.

Praxisbeispiel: Bei 900 Euro Kaltmiete, 380 Euro Fixkosten und 3 Monaten Leerstand plus 1.400 Euro Einmalkosten entstehen rund 5.240 Euro Gesamtbelastung — jeder eingesparte Leerstandsmonat spart mehr als die meisten Maßnahmen zur Schnellvermietung kosten. Leerstandskosten: 43 Euro pro Tag und kumulierte Verluste Leite aus den Kosten pro Tag eine klare Schwelle ab: Solange eine Maßnahme wie ein professionelles Inserat, eine kleine Aufwertung oder eine moderate Mietanpassung weniger kostet, als ein weiterer Leerstandsmonat verschlingt, ist schnelles Handeln fast immer die wirtschaftlichere Wahl.

Beziehe in die Rechnung auch die erwartete Mietdauer des nächsten Vertrags ein, denn ein schnell gefundener, langfristig stabiler Mieter ist mehr wert als ein kurzfristiger Abschluss zu jedem Preis.

Diese Einordnung ist eine Orientierung und ersetzt keine individuelle Beratung.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Holger vermietet eine 70-m²-Wohnung für 1.050 Euro Kaltmiete, die seit dem Auszug des Mieters leer steht.

Ausgangslage: Er will wissen, wie viel ihn der Leerstand pro Monat wirklich kostet, bevor er über Renovierung, Maklereinsatz oder Mietsenkung entscheidet.

Eingaben: Kaltmiete 1.050 Euro, monatliche Fixkosten 380 Euro (Grundsteuer, Versicherung, Hausgeld), 3 Monate geplanter Leerstand, Einmalkosten 800 Euro Kleinrenovierung und 600 Euro Maklerinserat.

Der Rechner ergibt: (1.050 + 380) × 3 + 1.400 = 5.690 Euro Gesamtkosten, rund 48 Euro pro Tag.

Holger entscheidet: Er senkt den Mietpreis um 50 Euro und beauftragt sofort einen Makler — jeder eingesparte Leerstandsmonat bringt 1.430 Euro mehr, als die Schnellvermietung kostet.

Aufschlussreich ist das Verhältnis: Bei rund 48 Euro Kosten pro Tag summiert sich schon ein einziger eingesparter Monat auf mehr als tausend Euro, während die kombinierte Maßnahme aus Kleinrenovierung und Inserat mit 1.400 Euro einmalig zu Buche schlägt.

Holger prüft deshalb, die Wohnung nach der Aufwertung leicht unter der bisherigen Miete, aber zügig zu vergeben, statt auf den Höchstpreis zu warten. Seine Zahlen sind ein Rechenbeispiel und keine allgemeingültige Empfehlung. Holgers Leerstandskosten: 5.690 EUR bei 3 Monaten Leerstand

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Nur die entgangene Kaltmiete zu betrachten, ist bei den Leerstandskosten der häufigste Fehler, obwohl die laufenden Fixkosten und die Einmalkosten der Wiedervermietung die eigentliche Belastung erzeugen. Ein zweiter Fehler ist, den Leerstand als kurzen Ausnahmefall zu rechnen und dadurch die Gesamtkosten und die Kosten pro Tag deutlich zu unterschätzen.

Drittens werden einmalige Renovierungs- oder Inseratskosten erst nachträglich eingebaut, obwohl sie den Break-even der Vermietungsentscheidung direkt verschieben.

Ebenso problematisch ist es, mit zu wenigen Leerstandsmonaten zu kalkulieren und so den wirtschaftlichen Druck zu unterschätzen, der entsteht, je länger die Immobilie unvermietet bleibt.

Ein weiterer Fehler ist es, die nicht umlagefähigen Nebenkosten während des Leerstands zu übersehen: Bei der Flächenumlage trägt der Vermieter den auf die leerstehende Einheit entfallenden Anteil selbst, ohne ihn weiterreichen zu können.

Ebenso wird oft zu spät mit der Vermarktung begonnen, obwohl ein frühzeitiges Inserieren schon vor dem Auszug des Vormieters die Leerstandszeit und damit die Gesamtkosten spürbar verkürzt.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Aus Kaltmiete, monatlichen Fixkosten, Leerstandsdauer und optionalen Einmalkosten summiert der Leerstandskosten-Rechner die Gesamtbelastung durch Leerstand sowie die Kosten pro Tag.

Das Ergebnis zeigt den wirtschaftlichen Druck, der von jedem weiteren Leerstandsmonat ausgeht.

Den Unterschied macht am Ende die Gegenrechnung: Wenn Kosten für professionelles Inserat, Preisabsenkung oder Aufwertung niedriger sind als ein weiterer Leerstandsmonat, ist schnelles Handeln fast immer die wirtschaftlich überlegene Strategie.

Praktisch heißt das: Rechne vor jeder Entscheidung die Kosten pro Tag gegen die Kosten der geplanten Vermarktungsmaßnahme und beziehe die nicht umlagefähigen Fixkosten vollständig ein, damit die Belastung nicht unterschätzt wird.

So wird aus einem Bauchgefühl eine belastbare Grundlage für die Frage, wie viel Tempo und welche Zugeständnisse bei der Wiedervermietung wirtschaftlich sinnvoll sind. Die zulässige reguläre Mietsteigerung berechnest du mit dem Index- und Staffelmiete-Rechner.

Die Voreinstellung macht die Struktur sichtbar: Zwei Monate Leerstand bei 900 Euro Kaltmiete kosten 1.800 Euro Mietausfall und 700 Euro Fixkosten, dazu 3.950 Euro Einmalkosten aus Renovierung, Inserat und zwei Maklermonatsmieten — zusammen 6.450 Euro oder 41,67 Euro am Tag.

Jeder weitere Monat schlägt mit 1.250 Euro zu Buche, weshalb vier Monate Leerstand bereits 8.950 Euro kosten.

Die Einmalkosten fallen dabei nur einmal an: Sie machen den ersten Monat teuer, jeden weiteren aber vergleichsweise günstig — genau deshalb lohnt sich Tempo vor allem am Anfang.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Mietausfall: 700 € | Fixkosten: 250 € | Einmalkosten: 1.800 € | Gesamtkosten: 2.750 € | Kosten pro Tag: 31,67 € | Leerstandsquote: 8,33 %

Kurzer Leerstand (1 Monat) bei kleinerer Wohnung

Kaltmiete monatlich
700 €
Fixkosten monatlich
250 €
Leerstand Dauer
1 Monate
Renovierungskosten
1.000 €

Weitere 2 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 2 · Mittel · Mietausfall: 4.800 € | Fixkosten: 1.800 € | Einmalkosten: 7.700 € | Gesamtkosten: 14.300 € | Kosten pro Tag: 55 € | Leerstandsquote: 33,33 %

Langer Leerstand (4 Monate) bei höherer Miete

Kaltmiete monatlich
1.200 €
Fixkosten monatlich
450 €
Leerstand Dauer
4 Monate
Renovierungskosten
5.000 €

Weitere 2 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 3 · Komplex · Mietausfall: 900 € | Fixkosten: 350 € | Einmalkosten: 2.150 € | Gesamtkosten: 3.400 € | Kosten pro Tag: 111,48 € | Leerstandsquote: 8,33 %

Nur ein Monat, aber ohne Maklerkosten

Kaltmiete monatlich
900 €
Fixkosten monatlich
350 €
Leerstand Dauer
1 Monate
Renovierungskosten
2.000 €

Weitere 2 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

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Weiternutzung

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  • Holger berechnet 3 Monate Leerstand: Mietausfall 3.150 EUR plus Fixkosten 1.140 EUR plus Einmalkosten 1.400 EUR ergibt 5.690 EUR Gesamtkosten, rund 48 EUR pro Tag. Jeder Monat weniger spart 1.430 EUR.

    Leerstandskosten-Praxis: Holger berechnet die Kosten pro Tag

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           alt="Holger berechnet 3 Monate Leerstand: Mietausfall 3.150 EUR plus Fixkosten 1.140 EUR plus Einmalkosten 1.400 EUR ergibt 5.690 EUR Gesamtkosten, rund 48 EUR pro Tag. Jeder Monat weniger spart 1.430 EUR."
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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/immobilien/vermietung/leerstandskosten
  • Bei 380 Euro laufenden Fixkosten und 900 Euro entgangener Miete kostet ein Tag Leerstand 43 Euro. Drei Monate (inkl. 1.400 Euro Einmalkosten) summieren sich auf 5.240 Euro.

    Leerstand – Was kostet jeder Tag?

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  • Auch ohne Mieter laufen Hausgeld, Grundsteuer, Versicherung und die Kreditrate weiter: im Beispiel 1.500 Euro im Monat. Diese Summe gehoert im Rechner in das Feld Fixkosten monatlich.

    Leerstandskosten – Was läuft weiter?

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Dies ist keine Finanzberatung. Die Berechnung unterstützt die Abschätzung von Leerstandskosten, ersetzt aber keine vollständige Objekt-, Vermietungs- oder Liquiditätsplanung.

Quelle: Leerstandskostenrechnung aus Kaltmiete, monatlichen Fixkosten, Leerstandsmonaten sowie einmaligen Vermarktungs- und Renovierungskosten mit Szenarien je Zeitraum

Stand: 2026-09-12

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
12. September 2026
Fachbereich
Immobilien / Vermietung
Formeln basieren auf
Immobiliennahe Kosten- und Szenariologik mit dokumentierten Annahmen
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Leerstandskosten-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/immobilien/vermietung/leerstandskosten

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Leerstandskosten-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/immobilien/vermietung/leerstandskosten

Werbestatus

Mögliche Werbung hat keinen Einfluss auf Rechenweg, Ergebnis oder Priorisierung dieses Rechners.