Überblick
Was ist der Leerstandskosten-Rechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Drei Monate Leerstand bei 1.050 Euro Kaltmiete, 380 Euro Fixkosten und 1.400 Euro Einmalkosten erzeugen 7.010 Euro Gesamtkosten — das sind 78 Euro pro Tag, deutlich mehr als die meisten Maßnahmen zur Schnellvermietung kosten würden. Statt nur die entgangene Kaltmiete zu betrachten, rechnet er die laufenden Fixkosten, die Einmalkosten für Wiedervermietung wie Renovierung, Inserate oder Maklerhonorar und die Zahl der Leerstandsmonate zusammen.
Aus diesen Größen ergeben sich die Gesamtkosten des Leerstands sowie die Kosten pro Tag, die den wirtschaftlichen Druck jedes weiteren Leerstandsmonats sichtbar machen.
So lässt sich beurteilen, ab wann eine schnellere Vermarktung, eine Mietsenkung oder eine Aufwertung günstiger ist als ein weiterer Monat ohne Mieter.
Der Rechner richtet sich an Vermieterinnen und Vermieter, die Entscheidungen zur Vermietung nicht aus dem Bauch heraus, sondern auf Basis der tatsächlichen Leerstandskosten treffen möchten.
Welche Kosten fallen bei Leerstand an? Leerstandskosten setzen sich aus drei Blöcken zusammen: Erstens die entgangene Kaltmiete (Mietausfall für die Leerstandszeit), zweitens die laufenden Fixkosten, die auch ohne Mieter anfallen wie nicht umlagefähiges Hausgeld, Grundsteuer, Gebäudeversicherung sowie Finanzierungszinsen (typischerweise 200 bis 400 Euro pro Monat), und drittens einmalige Wiedervermietungskosten für Renovierung, Inserate oder Schönheitsreparaturen.
Wie werden Nebenkosten bei Leerstand verteilt? Bei der Nebenkostenabrechnung mit Flächenumlage trägt der Vermieter den Leerstandsanteil selbst — wer z. B.
zwei Monate lang 30 % der Gesamtfläche nicht vermietet hat, zahlt zwei Monate lang 30 % der Nebenkosten vollständig aus eigener Tasche, ohne Umlagefähigkeit. Diese Kosten sind nicht umlagefähig und gehören zur vollen Leerstandsbelastung.
Wie senke ich Leerstandskosten und verkürze Leerstände? Eine marktgerechte Miete ist der wichtigste Hebel: Liegt die Forderung deutlich über der ortsüblichen Vergleichsmiete, schreckst du Interessenten ab.
Hinzu kommen gute Präsentation mit hellen Fotos und vollständigem Exposé, flexible Besichtigungstermine auch abends und am Wochenende, kleine Schönheitsreparaturen und frühzeitiges Inserieren vor dem Auszug des Vormieters.
Bei 1.100 Euro Monatskosten Leerstand spart jeder eingesparte Monat über tausend Euro Ertrag — das rechtfertigt viele Vermarktungsmaßnahmen.