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Mietausfallquote berechnen: Rendite und Cashflow prüfen

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Kurzantwort

Mietausfall-Rechner: Gib jahreskaltmiete und leerstandsquote ein und erhalte Effektive Mieteinnahmen/Jahr (€) als Ergebnis. Für verbindliche Entscheidungen Fachberatung und aktuelle Marktdaten hinzuziehen.

Mietausfall über eine jährliche Mietausfallquote (Leerstand oder Zahlungsausfall) berechnen...

Kilian AchatzFachredaktion Immobilien
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Mai 2026)Veröffentlicht: Stand:

Überblick

Was ist der Mietausfall-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Vermieterinnen und Vermieter wollen bei einem Mietausfall nicht nur wissen, wie viel Miete bei Leerstand oder Zahlungsstörung ausfällt, sondern welche Folgen das für Rendite, Cashflow und die wirtschaftliche Stabilität des Objekts hat — genau dafür ist der Mietausfall-Rechner gedacht. Er verbindet eine Leerstands- oder Mietausfallquote mit der Jahreskaltmiete und ermittelt daraus die effektiven Mieteinnahmen sowie den Mietausfall in Euro und in Monaten.

Sind zusätzlich Kaufpreis, laufende Kosten und Finanzierungskosten hinterlegt, berechnet der Rechner bereinigte Brutto- und Nettorenditen und den Jahres-Cashflow.

So wird sichtbar, ab welcher Leerstandsquote ein Objekt rechnerisch ins Rutschen gerät und wie stark schon wenige Prozent Mietausfall den Liquiditätspuffer aufzehren.

Genau dieser Zusammenhang hilft, eine realistische Sicherheitsreserve in die Kalkulation einzuplanen. Das Mietausfallwagnis ist der kalkulierte Anteil der Jahresbruttomiete, den Vermieter als Risikopuffer einplanen sollten.

Für Wohnungen gilt das Äquivalent nach § 29 II. BV (Bewertungsverordnung) typischerweise 2 Prozent; für Gewerbe werden 4–5 Prozent angesetzt.

Ein Rechenbeispiel: Bei 18.000 Euro Jahresbruttomiete entsprechen 2 Prozent Mietausfallwagnis 360 Euro pro Jahr oder 30 Euro monatlich.

Diese Reserve deckt sowohl kurzzeitige Leerstandsphasen zwischen Mietern als auch Mietzahlungsausfälle und gehört zu jedem realistischen Cashflow-Plan.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du trägst die Jahreskaltmiete und die erwartete Leerstands- oder Mietausfallquote ein. Optional ergänzt du Kaufpreis, jährliche Kosten und jährliche Finanzierungskosten, um die bereinigte Brutto- und Nettorendite sowie den Jahres-Cashflow zu berechnen.

Die Daten stammen meist aus Exposé, Mieterliste, Kostenplanung und Darlehensunterlagen.

Häufige Fehler sind das Verwechseln von Monatsmiete und Jahreskaltmiete, das zu optimistische Ansetzen der Leerstandsquote und das Weglassen der Finanzierungskosten, obwohl gerade sie den Break-even und den Cashflow stark verschieben.

Wer hier mit null Prozent Mietausfall rechnet, blendet ein reales Risiko aus, das selbst gut vermietete Objekte trifft.

Die Leerstandsquote fasst dabei zwei ganz unterschiedliche Ursachen zusammen: den strukturellen Leerstand zwischen zwei Mietverhältnissen, der bei jedem Mieterwechsel für einige Wochen anfällt, und den Zahlungsausfall eines vorhandenen Mieters.

Beide führen zum selben Ergebnis, nämlich ausbleibenden Einnahmen bei weiterlaufenden Kosten.

Als jährliche Kosten trägst du alles ein, was du als Eigentümer selbst trägst und nicht umlegen kannst: Verwaltung, Instandhaltungsrücklage, nicht umlagefähige Versicherungsanteile und Reparaturen.

Bei den Finanzierungskosten setzt du die Jahressumme aus Zins und Tilgung an, denn genau dieser Betrag muss auch dann bedient werden, wenn keine Miete eingeht.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Mietausfall-Formel (effektive Einnahmen = Jahresmiete × (1 − Leerstand%); Mietausfall = Jahresmiete − effektive Einnahmen; bereinigte Nettorendite = (effektive Einnahmen − Kosten) ÷ Kaufpreis × 100; Cashflow = effektive Einnahmen − Kosten − Finanzierung): Effektive Mieteinnahmen = Jahreskaltmiete × (1 - Leerstandsquote / 100). Mietausfall in Euro = Jahreskaltmiete - effektive Mieteinnahmen.

Leerstandsmonate = 12 × Leerstandsquote / 100. Wenn ein Kaufpreis hinterlegt ist, rechnet der Rechner zusätzlich: bereinigte Bruttorendite = effektive Mieteinnahmen / Kaufpreis × 100.

Bei hinterlegten Kosten folgt: bereinigte Nettorendite = (effektive Mieteinnahmen - jährliche Kosten) / Kaufpreis × 100. Der Cashflow ergibt sich aus effektiven Mieteinnahmen minus Kosten minus Finanzierungskosten.

Praxisbeispiel: Bei 18.000 Euro Jahreskaltmiete und 6 Prozent Leerstand sinken die effektiven Einnahmen auf 16.920 Euro; der Mietausfall beträgt 1.080 Euro und entspricht rund 0,72 Monaten.

Werden zusätzlich 4.200 Euro laufende Kosten und 3.000 Euro Finanzierungskosten angesetzt, zeigt der Rechner sofort, wie stark Rendite und Cashflow zurückgehen.

Die Voreinstellung rechnet die Kette komplett vor: 12.000 Euro Jahreskaltmiete und 5 Prozent Ausfallquote ergeben 11.400 Euro effektive Einnahmen, 600 Euro Mietausfall und 0,6 Leerstandsmonate.

Gegen 280.000 Euro Kaufpreis sind das 4,07 Prozent bereinigte Brutto- und mit 3.500 Euro Kosten 2,82 Prozent bereinigte Nettorendite bei 7.900 Euro Cashflow.

Besonders aufschlussreich ist die Break-even-Leerstandsquote von 70,83 Prozent: Erst wenn die Wohnung mehr als zwei Drittel des Jahres leer stünde, kippt der Cashflow ins Minus.

Diese Zahl setzt allerdings die Finanzierungskosten von 0 Euro der Voreinstellung voraus — trägst du eine reale Zinslast ein, sinkt die Schwelle drastisch. Mietausfall: Rendite-Effekt bei steigender Ausfallquote

Mietausfall-Formel: Effektive Mieteinnahmen gleich Jahreskaltmiete mal eins minus Leerstandsquote, mit bereinigter Bruttorendite.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Mietausfall-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Mietausfall berechnen - was ist die Break-Even-Leerstandsquote?

Die Break-Even-Leerstandsquote ist der Punkt, ab dem dein jährlicher Cashflow von positiv auf negativ kippt.

Ein Beispiel: Bei 12.000 Euro Jahreskaltmiete und 9.000 Euro fixen Kosten aus Finanzierung und nicht umlegbaren Ausgaben bleiben dir bei Vollvermietung 3.000 Euro Überschuss.

Sobald der Mietausfall diese 3.000 Euro erreicht, also bei 3.000 geteilt durch 12.000 gleich 25 Prozent Leerstand, ist der Break-Even erreicht.

Liegt deine realistische Leerstandsquote darunter, trägt sich das Objekt; liegt sie darüber, zahlst du jeden Monat zu.

Der Rechner zeigt dir Effektive Mieteinnahmen, Mietausfall in Euro und jährlichen Cashflow gemeinsam an, damit du diesen Kipppunkt sofort erkennst und an Miete, Kosten oder Tilgung gezielt nachsteuern kannst.

Ändere die Quote direkt im Eingabefeld und alle drei Werte aktualisieren sich sofort, sodass du ohne Taschenrechner siehst, wie viel Puffer dein Objekt bei einem längeren Leerstand noch bietet, und gezielt gegensteuern kannst.

Welche Leerstandsquoten sind bei Mietwohnungen typisch?

Langfristige Leerstandsquoten liegen in Grossstädten oft bei 1 bis 3 Prozent, in Mittelstädten bei 3 bis 6 Prozent, in Kleinstädten bei 5 bis 10 Prozent und in ländlichen Lagen bei 8 bis 15 Prozent.

Ein Beispiel: Bei 12.000 Euro Jahreskaltmiete bedeutet eine Quote von 5 Prozent einen kalkulatorischen Ausfall von 600 Euro pro Jahr, bei 10 Prozent bereits 1.200 Euro.

Die tatsächliche Quote wird von Lage, Objektqualität, Mietniveau und Vermarktungsgeschwindigkeit bestimmt; eine moderne Wohnung in guter Lage steht oft nur wenige Wochen zwischen zwei Mietverhältnissen leer.

Achte auf lokale Marktdaten und plane lieber konservativ, damit die angesetzte Quote nicht zu optimistisch ausfällt und deine Cashflow-Rechnung belastbar bleibt.

Trage im Rechner verschiedene Quoten für deine Region ein und vergleiche pessimistische sowie optimistische Szenarien; schon zwei Prozentpunkte mehr Leerstand können den jährlichen Cashflow um mehrere Hundert Euro verschieben und die Break-Even-Quote deutlich näher an den realistischen Wert heranrücken.

Wie wirkt sich Mietausfall auf die Rendite meiner Immobilie aus?

Mietausfall reduziert die effektiven Mieteinnahmen, während Finanzierungsraten, Grundsteuer, Versicherung und Verwaltung unverändert weiterlaufen.

Die Bruttomietrendite, also Jahreskaltmiete geteilt durch Kaufpreis mal 100, sinkt deshalb direkt proportional zum Leerstand.

Ein Beispiel: Bei 12.000 Euro Miete und 300.000 Euro Kaufpreis beträgt die Bruttorendite 4 Prozent; fällt durch 10 Prozent Leerstand ein Monat aus und sinkt die effektive Miete auf 10.800 Euro, rutscht die Rendite auf 3,6 Prozent.

Bei der Nettorendite wirkt der Effekt noch stärker, weil der Überschuss nach Kosten kleiner ist.

Nutze die Vergleichsszenarien im Rechner, damit die Auswirkung unterschiedlicher Quoten auf Brutto- und Nettorendite transparent bleibt und du nicht nur mit dem Idealfall der Vollvermietung kalkulierst.

Prüfe mindestens drei Szenarien, etwa 0 Prozent, 5 Prozent und 10 Prozent Leerstand, und identifiziere die Quote, ab der dein Investment keinen positiven jährlichen Überschuss mehr erzeugt; dieser Wert ist deine persönliche Risikogrenze für das Objekt.

Rendite mit Mietausfall - wie rechnet der Rechner genau?

Der Rechner reduziert zürst die Jahresnettokaltmiete um die eingegebene Leerstandsquote und ermittelt daraus die effektiven Mieteinnahmen. Ein Beispiel: Aus 12.000 Euro Miete und 8 Prozent Leerstand werden 11.040 Euro effektive Einnahmen.

Auf dieser bereinigten Basis berechnet er die Bruttorendite als effektive Miete geteilt durch Kaufpreis mal 100 sowie die Nettorendite nach Abzug der laufenden Kosten.

Anschliessend stellt er den jährlichen Cashflow dar, indem er von den effektiven Einnahmen die Finanzierungsrate und die nicht umlegbaren Ausgaben abzieht.

So erkennst du, ob dein Investment auch bei realistischem Mietausfall noch einen positiven Überschuss liefert oder ob es nur unter der Annahme dauerhafter Vollvermietung funktioniert und damit deutlich riskanter ist.

Nutze diesen Rechenweg beim Vergleich mehrerer Kaufangebote: Trage Kaufpreis, Miete und Kosten für jedes Objekt ein und erkenne auf einen Blick, welches Investment bei identischer Leerstandsquote den robusteren Cashflow erzeugt.

Welche Daten brauche ich fuer den Mietausfallrechner?

Du brauchst die Jahresnettokaltmiete bei Vollvermietung, eine realistische Leerstandsquote, die laufenden Betriebs- und Finanzierungskosten sowie optional die Prämie einer Mietausfallversicherung.

Wichtig ist, dass du nur die nicht umlegbaren Kosten ansetzt, also etwa Verwaltung, Instandhaltungsrücklage, Finanzierungszinsen und den Teil der Grundsteuer, der nicht auf Mieter umgelegt wird.

Ein Beispiel: Bei 12.000 Euro Miete, 6 Prozent Leerstand, 2.500 Euro nicht umlegbaren Kosten und 6.000 Euro Zins bleibt nach Abzug ein klarer Cashflow übrig, den der Rechner ausweist.

Achte auf vollständige Eingaben, denn fehlende Kostenpositionen lassen den kalkulierten Ausfall zu gering erscheinen und verzerren die Break-Even-Quote sowie die Renditekennzahlen spürbar zu deinem Nachteil.

Je genauer du die laufenden Belastungen erfasst, desto belastbarer wird das ausgewiesene Ergebnis.

Die Versicherungsprämie trägst du als optionale Zeile ein und siehst sofort, um wie viel Euro sie den jährlichen Cashflow mindert und ob der Absicherungseffekt die Kosten aufwiegt.

Wie kann ich das Risiko von Mietausfall in meiner Kalkulation abpuffern?

Plane konservativ mit einer leicht erhöhten Leerstandsquote, baue eine Liquiditätsreserve auf und vermeide extrem knappe Cashflow-Margen.

Eine bewährte Faustregel ist eine Rücklage von zwei bis drei Monatskaltmieten je Wohnung, damit ein Mieterwechsel oder ein Zahlungsausfall nicht sofort die Finanzierung gefährdet.

Ein Beispiel: Bei 1.000 Euro Kaltmiete bedeutet das eine Reserve von 2.000 bis 3.000 Euro pro Einheit.

Zusätzlich senken eine sorgfältige Mieterauswahl mit Schufa-Auskunft und Einkommensnachweis sowie eine Kaution von bis zu drei Kaltmieten das Risiko.

Nutze den Rechner, um zu sehen, wie zusätzliche Prozentpunkte Leerstand auf den jährlichen Überschuss wirken, damit kurzfristige Ausfälle nicht direkt in Finanzierungsstress münden und du handlungsfähig bleibst.

Simuliere im Eingabefeld einen Leerstand von 10 bis 15 Prozent und prüfe, ob dein Cashflow nach Abzug aller Fixkosten noch positiv bleibt; liegt er im negativen Bereich, ist das ein klares Signal, die Liquiditätsreserve zu erhöhen oder die Finanzierungsstruktur anzupassen.

Lohnt sich der Kauf einer Mietausfallversicherung aus Renditesicht?

Eine Mietausfallversicherung lohnt sich, wenn die erwartete Schadenhäufigkeit in deiner Lage höher ist als die Prämie im Verhältnis zur abgesicherten Miete.

Ein Beispiel: Kostet die Police 250 Euro im Jahr und sichert sie bei 1.000 Euro Kaltmiete einen mehrmonatigen Ausfall ab, rechnet sie sich bereits, wenn du statistisch etwa alle vier Jahre mit einem Ausfallmonat rechnest.

In sehr nachfragestarken Lagen mit kurzen Leerstandszeiten ist der Nutzen dagegen oft gering. Spiele im Rechner Szenarien mit und ohne Versicherung durch und vergleiche die Wirkung auf Cashflow und Rendite.

Achte dabei auf Karenzzeiten, Selbstbeteiligung und Leistungsausschlüsse, damit der Schutz nicht nur rechnerisch attraktiv aussieht, sondern im Schadensfall auch tatsächlich greift.

Trage die Jahresprämie als zusätzliche Kostenposition in den Rechner ein und prüfe, ob der Cashflow nach Abzug der Police noch ausreicht, um Finanzierung und Instandhaltung zu bedienen, und ab welcher Leerstandsquote sich die Absicherung gegenüber dem reinen Selbsttragen finanziell lohnt.

Wie haengt Mietausfall mit der Break-Even-Mietrendite zusammen?

Je höher der Mietausfall, desto niedriger wird die effektive Mietrendite und desto weiter entfernst du dich vom Break-Even-Punkt, an dem sich die Immobilie selbst trägt.

Der Rechner zeigt, ab welcher Leerstandsquote die Rendite auf null fällt oder ins Negative kippt.

Ein Beispiel: Deckt der jährliche Überschuss bei Vollvermietung gerade die Finanzierung ab, reicht ein Leerstand von wenigen Prozent, um den Cashflow negativ werden zu lassen.

Verlierst du etwa von 12.000 Euro Miete 1.200 Euro durch 10 Prozent Leerstand, fehlt dieser Betrag direkt im Ergebnis.

Nutze diesen Schwellenwert als Steuerungsgrenze, damit du früh über Mietanpassung im Rahmen der Kappungsgrenze, Kostensenkung oder schnellere Nachvermietung gegensteuern kannst, bevor das Objekt dauerhaft Verlust macht.

Lege den im Rechner ermittelten Break-Even-Wert als persönliche Warnschwelle fest und reagiere, sobald deine tatsächliche Leerstandsquote diesen Wert dauerhaft übersteigt, mit konkreten Maßnahmen wie Mietpreissenkung oder aktiverer Nachmietersuche.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Das Ergebnis bedeutet in der Praxis: Eine kleine Leerstandsquote kann bei hoher Fremdfinanzierung schon ausreichen, um den Puffer im Jahres-Cashflow fast aufzuzehren. Für die Einordnung solltest du deshalb effektive Einnahmen, bereinigte Rendite, Cashflow und Break-even-Leerstandsquote zusammen lesen.

Wenn der Break-even nur knapp über deiner realistischen Leerstandsannahme liegt, ist der nächste Schritt meist nicht Optimismus, sondern ein konservativerer Sicherheitsaufschlag in der Kalkulation.

Gerade dafür ist dieser Rechner gemacht. Mietausfall Cashflow Break-even – ab wann Zuschussgeschäft Als Orientierung dient das Mietausfallwagnis nach der Zweiten Berechnungsverordnung, das für Wohnraum traditionell mit zwei Prozent der Jahresrohmiete angesetzt wird.

Dieser Wert ist allerdings ein Mindestansatz für gut vermietete Lagen — in Regionen mit hoher Fluktuation oder schwacher Nachfrage solltest du deutlich vorsichtiger rechnen.

Der wirksamste Hebel gegen Mietausfall liegt ohnehin vor dem Vertragsschluss: eine sorgfältige Bonitätsprüfung mit Einkommensnachweisen, Schufa-Auskunft und Mietschuldenfreiheitsbescheinigung.

Vereinbare zudem die gesetzlich zulässige Kaution von bis zu drei Nettokaltmieten, denn sie ist der erste Puffer bei Zahlungsstörungen.

Reagiere bei ausbleibenden Zahlungen früh und schriftlich: Je länger ein Rückstand aufläuft, desto unwahrscheinlicher wird der vollständige Ausgleich, und ein Räumungsverfahren kostet zusätzlich Monate ohne Mieteinnahmen.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Sabine vermietet eine 3-Zimmer-Wohnung für 18.600 Euro Jahreskaltmiete und will wissen, wie ihr Objekt bei längerem Leerstand rechnet.

Ausgangslage: Sie rechnet konservativ mit 5 Prozent Mietausfall pro Jahr und will den Einfluss auf Rendite und Cashflow einschätzen.

Eingaben: Jahreskaltmiete 18.600 Euro, Leerstandsquote 5 Prozent, Kaufpreis 310.000 Euro, jährliche Kosten 4.200 Euro, Finanzierungskosten 6.800 Euro.

Der Rechner ergibt: Effektive Mieteinnahmen 17.670 Euro, Mietausfall 930 Euro, bereinigte Bruttorendite 5,70 Prozent, Jahres-Cashflow 6.670 Euro.

Sabine entscheidet: Sie erhöht den Sicherheitspuffer in der Kalkulation auf 8 Prozent und prüft, ab welcher Quote der Cashflow ins Minus kippt — der Break-even liegt bei rund 41 Prozent Leerstand.

Dieser Abstand beruhigt sie zunächst, doch beim zweiten Blick relativiert sie das Ergebnis: 41 Prozent Leerstand entsprechen fast fünf Monaten ohne Miete im Jahr — eine Größenordnung, die bei einem einzigen zahlungsunfähigen Mieter samt Kündigungs- und Räumungsfrist schnell erreicht ist.

Weil ihr Objekt nur eine Wohnung umfasst, kann sie das Risiko zudem nicht wie ein Vermieter mit mehreren Einheiten streuen: Bei ihr fällt entweder die volle Miete an oder gar keine. Sabine zieht daraus drei Konsequenzen.

Sie legt eine Liquiditätsreserve von sechs Monatsraten zurück, sie prüft die Bonität künftiger Mieter deutlich gründlicher, und sie vereinbart die volle zulässige Kaution. Die Beispielwerte sind eine Modellrechnung und keine Anlageempfehlung. Sabines Mietausfall-Analyse: Rendite und Cashflow bei 5 % Leerstand

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Verhängnisvoll ist es, den Leerstand als seltenen Sonderfall zu behandeln und deshalb mit einer Leerstandsquote von null Prozent zu rechnen, obwohl selbst gute Objekte nicht dauerhaft perfekt vermietet sind. Ein zweiter Fehler ist, den Mietausfall nur als entgangene Miete zu sehen und nicht als direkten Hebel auf Rendite und Jahres-Cashflow.

Drittens werden Monatsmiete und Jahreskaltmiete verwechselt, sodass der Mietausfall in Euro um den Faktor zwölf falsch ausfällt.

Ebenso problematisch ist es, laufende Kosten und Finanzierungskosten auszuklammern und aus der unbereinigten Rechnung trotzdem eine belastbare Investmententscheidung ableiten zu wollen, obwohl gerade diese Posten den Break-even bestimmen.

Ein weiterer Denkfehler ist die Annahme, ein Mietausfall dauere nur so lange wie der Zahlungsverzug.

Tatsächlich verlängert sich die einnahmefreie Zeit erheblich, wenn eine Kündigung ausgesprochen und eine Räumung nötig wird — bis zur Neuvermietung vergehen dann oft viele Monate, in denen Zins, Tilgung und Hausgeld unverändert weiterlaufen.

Ebenfalls unterschätzt wird der Zusammenhang zwischen Mietausfall und Fremdkapitalquote: Je höher die Finanzierung, desto kleiner der Puffer, und desto schneller kippt der Cashflow ins Minus.

Und schließlich wird bei einem Mieterwechsel gern nur der Leerstand gerechnet, während Renovierung, Inserat und Maklerkosten unter den Tisch fallen, obwohl sie den Ausfall zusätzlich verteuern.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Aus Jahreskaltmiete, Leerstandsquote, optionalem Kaufpreis, laufenden Kosten und Finanzierungskosten ermittelt der Mietausfall-Rechner die effektiven Mieteinnahmen, bereinigte Brutto- und Nettorendite sowie den Jahres-Cashflow.

Das Ergebnis zeigt, wie stark schon moderate Leerstandsquoten Rendite und Liquiditätspuffer belasten.

Am Ende zählt vor allem ein Szenariovergleich: Schon der Unterschied zwischen 3 und 8 Prozent Leerstand kann den Cashflow halbieren — wer das im Voraus durchrechnet, plant die Sicherheitsreserve deutlich realistischer.

Wie stark die Miete regulär steigen darf, zeigt der Index- und Staffelmiete-Rechner. Halte zusätzlich eine Liquiditätsreserve von mehreren Monatsraten bereit, denn sie entscheidet darüber, ob ein Mietausfall lästig oder existenziell wird.

Die berechneten Renditen und Cashflows sind Orientierungswerte ohne Gewähr und stellen weder eine Anlage- noch eine Rechts- oder Steuerberatung dar; steuerliche Effekte wie Abschreibung oder die Absetzbarkeit von Werbungskosten bleiben hier unberücksichtigt.

Für die steuerliche Behandlung deiner Vermietung ist eine Steuerberatung zuständig, für Zahlungsverzug, Kündigung und Räumung eine Mietrechtsberatung oder ein Fachanwalt für Mietrecht.

Fünf Prozent Ausfallquote auf 12.000 Euro Jahreskaltmiete sind 600 Euro und 0,6 Leerstandsmonate.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Effektive Mieteinnahmen: 9.312 € | Mietausfall: 288 € | entspricht 0,36 Leerstandsmonaten | Cashflow: 6.512 € | Bruttorendite (bereinigt): 4,23 % | Break-even-Leerstandsquote: 70,83 %

Niedrige Mietausfallquote (3 %) bei kleinerem Objekt

Jahreskaltmiete
9.600 €
Mietausfallquote
3 %
Kaufpreis (optional)
220.000 €
Jährliche Kosten (optional)
2.800 €

Beispiel 2 · Mittel · Effektive Mieteinnahmen: 16.200 € | Mietausfall: 1.800 € | entspricht 1,2 Leerstandsmonaten | Cashflow: 4.700 € | Bruttorendite (bereinigt): 3,86 % | Break-even-Leerstandsquote: 36,11 %

Hohe Mietausfallquote (10 %) mit Finanzierungskosten

Jahreskaltmiete
18.000 €
Mietausfallquote
10 %
Kaufpreis (optional)
420.000 €
Jährliche Kosten (optional)
5.500 €

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 3 · Komplex · Effektive Mieteinnahmen: 11.040 € | Mietausfall: 960 € | entspricht 0,96 Leerstandsmonaten | Cashflow: 7.540 € | Bruttorendite (bereinigt): 3,94 % | Break-even-Leerstandsquote: 70,83 %

Gleiche Wohnung wie im Hauptbeispiel, aber mit 8 % statt 5 % Mietausfall

Jahreskaltmiete
12.000 €
Mietausfallquote
8 %
Kaufpreis (optional)
280.000 €
Jährliche Kosten (optional)
3.500 €

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  • Bei 12.000 Euro Jahreskaltmiete, 3.500 Euro laufenden Kosten und 6.000 Euro Finanzierungskosten bleiben ohne Ausfall 2.500 Euro Cashflow. Der Break-even liegt bei 20,8 Prozent Ausfall, also rund 2,5 Monaten pro Jahr.

    Mietausfall – Cashflow Break-even

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  • Sabine analysiert 18.600 EUR Jahreskaltmiete bei 5 % Leerstand: effektives Einkommen 17.670 EUR, Mietausfall 930 EUR, bereinigte Bruttorendite 5,70 %, Cashflow 6.670 EUR, Break-even bei 41 % Leerstand.

    Mietausfall-Praxis: Sabine analysiert ihren Sicherheitspuffer

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           alt="Sabine analysiert 18.600 EUR Jahreskaltmiete bei 5 % Leerstand: effektives Einkommen 17.670 EUR, Mietausfall 930 EUR, bereinigte Bruttorendite 5,70 %, Cashflow 6.670 EUR, Break-even bei 41 % Leerstand."
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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/immobilien/vermietung/mietausfall">Mietausfall-Praxis: Sabine analysiert ihren Sicherheitspuffer auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/immobilien/vermietung/mietausfall
  • Bei 280.000 Euro Kaufpreis, 12.000 Euro Jahreskaltmiete und 3.500 Euro Bewirtschaftungskosten sinkt die Nettomietrendite von 3,04 Prozent ohne Ausfall auf 2,82 Prozent bei 5 Prozent Ausfall, 2,61 Prozent bei 10 Prozent, 2,39 Prozent bei 15 Prozent und 2,18 Prozent bei 20 Prozent.

    Mietausfall – Rendite-Effekt

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           alt="Bei 280.000 Euro Kaufpreis, 12.000 Euro Jahreskaltmiete und 3.500 Euro Bewirtschaftungskosten sinkt die Nettomietrendite von 3,04 Prozent ohne Ausfall auf 2,82 Prozent bei 5 Prozent Ausfall, 2,61 Prozent bei 10 Prozent, 2,39 Prozent bei 15 Prozent und 2,18 Prozent bei 20 Prozent."
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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Dies ist keine Finanzberatung. Die Berechnung unterstützt die Abschätzung von Mietausfall, Renditeeffekt und Cashflow, ersetzt aber keine individuelle Risiko- oder Finanzierungsanalyse.

Quelle: Szenariorechnung aus Jahreskaltmiete, Mietausfallquote, optionalem Kaufpreis, jährlichen Kosten und Finanzierungskosten mit bereinigten Renditen und Break-even-Quote

Stand: 2026-09-12

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Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
12. September 2026
Fachbereich
Immobilien / Vermietung
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Immobiliennahe Kosten- und Szenariologik mit dokumentierten Annahmen
Zitation & Richtlinien

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Rechner-Portal (2026). Mietausfall-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/immobilien/vermietung/mietausfall

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Rechner-Portal, 2026. Mietausfall-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/immobilien/vermietung/mietausfall

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