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50-30-20-Regel Rechner online: Budget kostenlos aufteilen

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Kurzantwort

50-30-20-Regel-Rechner: Gib dein monatliches Nettöinkommen ein und erhalte sofort die Aufteilung in 50 Prozent Bedarf, 30 Prozent Wünsche und 20 Prozent Sparen – inklusive jährlichem Sparbetrag.

Budget nach der 50-30-20-Regel aufteilen: Aus deinem monatlichen Nettöinkommen ergeben sich...

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Juni 2026)Veröffentlicht: Stand:

Überblick

Was ist die 50-30-20-Regel?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Der 50-30-20-Regel-Rechner beantwortet eine der häufigsten Fragen der privaten Finanzplanung: Wie teile ich mein monatliches Nettoeinkommen sinnvoll auf? Die zugrunde liegende Faustformel verteilt das verfügbare Geld auf drei klare Töpfe.

50 Prozent sind für den Bedarf reserviert, also für feste und notwendige Lebenshaltungskosten wie Miete, Strom, Versicherungen und Lebensmittel. 30 Prozent stehen für Wünsche bereit, etwa Freizeit, Konsum, Hobbys und Abonnements.

Die verbleibenden 20 Prozent fließen in das Sparen und das Tilgen von Schulden. Die Verbraucherzentrale empfiehlt diese Methode als einfachen Einstieg in die Budgetplanung.

Der große Vorteil dieser Regel ist ihre Einfachheit: Statt jeden einzelnen Posten zu planen, ordnest du deine Ausgaben drei Kategorien zu und siehst sofort, ob dein Budget grundsätzlich im Gleichgewicht ist.

Der Rechner setzt genau hier an und übersetzt dein Einkommen ohne Aufwand in konkrete Zielbeträge für jeden der drei Bereiche. 50-30-20-Regel: Aufteilung des Nettoeinkommens in Bedarf, Wuensche und Sparen Der Preis dieser Einfachheit ist, dass die Regel über jedes Einkommen dasselbe sagt.

Sie ist ein reiner Prozentschlüssel und kennt weder deine Miete noch deine Stadt noch deine Haushaltsgröße: Bei 1.500 Euro netto weist sie 750 Euro für den Bedarf aus, bei 6.000 Euro netto 3.000 Euro.

Tatsächlich sind Bedarfsposten wie Miete, Strom und Lebensmittel aber weitgehend absolut und wachsen nicht im gleichen Takt mit dem Gehalt mit.

Die Regel liefert deshalb keinen Befund, sondern eine Messlatte, an der sichtbar wird, wie weit deine Wirklichkeit von einer glatten Aufteilung entfernt liegt.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Der Rechner kommt mit einer einzigen Eingabe aus: deinem monatlichen Nettoeinkommen. Gemeint ist der Betrag, der nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben tatsächlich auf deinem Konto landet, nicht dein Bruttogehalt.

Wenn dein Einkommen schwankt, etwa bei selbstständiger Tätigkeit oder unregelmäßigen Boni, rechnest du am besten mit einem vorsichtigen Durchschnitt der letzten Monate.

Hast du zusätzliche regelmäßige Einnahmen wie Kindergeld oder Mieteinnahmen, kannst du diese zum Nettoeinkommen hinzurechnen, sofern sie dauerhaft zur Verfügung stehen.

Wichtig ist, dass die Zahl realistisch ist, denn jede Aufteilung kann nur so gut sein wie die Eingabe.

Je genauer du dein tatsächlich verfügbares Einkommen kennst, desto belastbarer fallen die berechneten Zielbeträge für Bedarf, Wünsche und Sparen aus und desto eher hilft dir das Ergebnis bei einer ehrlichen Standortbestimmung.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Die Berechnung ist bewusst transparent und in drei Schritten nachvollziehbar. Zuerst ermittelt der Rechner den Bedarf, indem er das Nettoeinkommen mit 0,5 multipliziert.

Anschließend bestimmt er die Wünsche über die Multiplikation mit 0,3 und den Sparbetrag über die Multiplikation mit 0,2.

Im letzten Schritt rechnet er den monatlichen Sparbetrag auf ein Jahr hoch, indem er ihn mit zwölf multipliziert. 50-30-20-Regel: Aufteilung von 2.500 € Nettoeinkommen in Bedarf, Wünsche und SparenEin Rechenbeispiel macht das deutlich: Bei einem Nettoeinkommen von 2.500 Euro ergeben sich 1.250 Euro für den Bedarf, 750 Euro für die Wünsche und 500 Euro für das Sparen.

Über das Jahr summiert sich der Sparbetrag auf 6.000 Euro. Da die drei Anteile zusammen exakt 100 Prozent ergeben, wird das gesamte Einkommen rechnerisch aufgeteilt.

So siehst du nicht nur die Monatswerte, sondern auch die Wirkung deiner Sparquote über zwölf Monate hinweg. Ein Wort zur Jahreszahl: Sie ist eine reine Multiplikation mit zwölf und enthält keinerlei Verzinsung.

Aus 500 Euro im Monat werden exakt 6.000 Euro im Jahr — nicht ein Cent mehr.

Der Rechner modelliert damit bewusst einen Notgroschen auf dem Tagesgeldkonto und keine Geldanlage: Was daraus mit Zinsen oder an der Börse würde, ist eine andere Frage und braucht eine andere Rechnung.

Die Zahl zeigt allein, was konsequentes Beiseitelegen in zwölf Monaten zusammenträgt.

Formelgrafik: 50-30-20-Regel – Budgetaufteilung nach nettoeinkommen
Das monatliche Nettoeinkommen wird zu 50 % für Bedarf, 30 % für Wünsche und 20 % für Sparen aufgeteilt.

Nachschlagen

50-30-20-Aufteilung nach Einkommensstufe

Die Tabelle zeigt, wie sich die 50-30-20-Regel auf typische monatliche Nettoeinkommen aufteilt. Bedarf (50 %) umfasst Fixkosten wie Miete, Lebensmittel und Versicherungen; Wünsche (30 %) variable Ausgaben wie Freizeit und Kleidung; der Spartopf (20 %) fließt in Rücklage, Altersvorsorge oder Schuldenabbau.

50-30-20-Regel: Sollwerte nach monatlichem Nettoeinkommen
Nettoeinkommen/MonatBedarf (50 %)Wünsche (30 %)Sparen (20 %)Sparen pro Jahr
1.000 €500 €300 €200 €2.400 €
1.500 €750 €450 €300 €3.600 €
2.000 €1.000 €600 €400 €4.800 €
2.500 €1.250 €750 €500 €6.000 €
3.000 €1.500 €900 €600 €7.200 €
3.500 €1.750 €1.050 €700 €8.400 €
4.000 €2.000 €1.200 €800 €9.600 €

Alle Werte errechnen sich direkt aus der 50-30-20-Formel (Nettoeinkommen × 0,50 / 0,30 / 0,20; Jahresspartopf × 12). Methode nach Elizabeth Warren (All Your Worth, 2005). Richtwerte zur Orientierung – keine Rechts- oder Steuerberatung. Tatsächliche Bedarfsquoten hängen stark von Wohnort und Lebenssituation ab.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu 50-30-20-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was ist die 50-30-20-Regel?

Die 50-30-20-Regel ist eine Faustformel für die Aufteilung des monatlichen Nettoeinkommens in drei feste Töpfe: 50 Prozent für den Bedarf, also Miete, Strom, Versicherungen und Lebensmittel, 30 Prozent für Wünsche wie Freizeit, Restaurants und Abonnements und 20 Prozent für Sparen sowie das Tilgen von Schulden.

Bei 2.500 Euro Nettoeinkommen ergeben sich damit 1.250 Euro Bedarf, 750 Euro Wünsche und 500 Euro Sparen, was aufs Jahr gerechnet 6.000 Euro Rücklage bedeutet.

Der Reiz der Regel liegt darin, dass du nicht jeden einzelnen Ausgabenposten planen musst, sondern nur drei Kategorien im Blick behältst. Trage dein Nettoeinkommen oben ein, um die drei Zielbeträge für deine eigene Situation zu sehen.

Die Formel bleibt dabei immer dieselbe, unabhängig davon, ob du 1.500 oder 6.000 Euro netto verdienst — sie skaliert linear mit deinem Einkommen.

Ist die 50-30-20-Regel realistisch?

Für mittlere Einkommen in Regionen mit moderaten Mieten ist die Regel gut umsetzbar, in teuren Großstädten stößt sie dagegen schnell an ihre Grenzen.

Bei 1.500 Euro netto weist sie 750 Euro für den Bedarf aus — reicht die Warmmiete allein schon an diesen Betrag heran, bleibt für Lebensmittel und Versicherungen kaum Spielraum.

Am oberen Ende kippt sie ebenso unauffällig: Bei 6.000 Euro netto sieht sie 3.000 Euro Bedarf, 1.800 Euro Wünsche und 1.200 Euro Sparen vor, wobei der Bedarfstopf für die meisten Haushalte dort deutlich überfinanziert ist.

Realistisch ist die Regel also vor allem als Diagnosewerkzeug, nicht als starres Gesetz: Sie zeigt dir, wie weit deine tatsächlichen Ausgaben von einer glatten Drittelung abweichen, und liefert damit den Ausgangspunkt für eine individuelle Anpassung statt eine universell gültige Vorschrift.

Was tue ich, wenn die 50-30-20-Regel bei mir nicht funktioniert, etwa weil die Miete allein schon mehr als 30 Prozent kostet?

Dann ist das kein Rechenfehler, sondern ein Signal, die feste Aufteilung bewusst anzupassen. Rechenbeispiel: Bei 2.200 Euro netto weist die Regel 1.100 Euro für den Bedarf aus.

Kostet die Warmmiete allein bereits 900 Euro, sind das schon 41 Prozent des Nettos, und mit weiteren Fixkosten wird die 50-Prozent-Grenze gesprengt.

Eine angepasste Version könnte dann 55 Prozent Bedarf, 20 Prozent Wünsche und 25 Prozent Sparen vorsehen, rein rechnerisch also 1.210 Euro, 440 Euro und 550 Euro.

Wichtigste Regel dabei: Die Sparquote sollte nicht unter 10 Prozent fallen, sonst fehlt der Puffer für Autowerkstatt, Zahnarzt oder andere unerwartete Ausgaben.

Prüfe zuerst, ob sich Fixkosten wie Strom- oder Versicherungsverträge senken lassen, bevor du dauerhaft am Sparanteil kürzt — die 50-30-20-Regel bleibt dabei die Messlatte, an der du deine individuelle Aufteilung ausrichtest.

Welche Alternativen zur 50-30-20-Regel gibt es, etwa die 60-20-20- oder die 70-20-10-Regel?

Neben der 50-30-20-Regel kursieren mehrere ähnliche Faustformeln mit anderen Prozentsätzen.

Die 60-20-20-Regel reserviert mehr Spielraum für den Bedarf und teilt dafür Wünsche und Sparen zu gleichen Teilen auf; bei 2.500 Euro netto wären das rein rechnerisch 1.500 Euro Bedarf sowie je 500 Euro für Wünsche und Sparen.

Die 70-20-10-Regel setzt noch stärker auf Fixkosten und sieht bei demselben Einkommen 1.750 Euro Bedarf, 500 Euro Sparen und nur 250 Euro Wünsche vor.

Eine dritte, vereinfachte Variante ist das 80-20-System, das nur zwischen Ausgaben und Sparen unterscheidet: 80 Prozent, hier 2.000 Euro, für alle Ausgaben zusammen und 20 Prozent, also 500 Euro, fürs Sparen.

Welche Variante passt, hängt von deiner Fixkostenquote ab: Wer in einer teuren Stadt wohnt, fährt mit 60-20-20 oder 70-20-10 oft realistischer als mit der ursprünglichen 50-30-20-Aufteilung.

Was gehört zu den 50 Prozent Bedarf?

Zum Bedarf zählen alle Ausgaben, die du für deinen Alltag brauchst und die sich kurzfristig kaum vermeiden lassen: Miete oder Kreditrate, Nebenkosten wie Strom, Heizung und Wasser, Versicherungen, Lebensmittel, Mobilität sowie notwendige Kommunikations- und Gesundheitskosten.

Bei 2.000 Euro netto weist die Regel dafür 1.000 Euro aus, bei 3.000 Euro netto sind es 1.500 Euro.

Die Grenze von 50 Prozent ist bewusst gewählt, damit genug Spielraum für Wünsche und Sparen bleibt, ist aber gerade bei hohen Mietkosten in deutschen Großstädten oft schwer zu halten, weil allein die Wohnkosten einen großen Teil beanspruchen können.

Der Rechner zeigt dir den Zielwert, an dem du deine tatsächlichen Fixkosten messen kannst: Liegen deine realen Ausgaben für Miete und Lebensmittel deutlich über dem berechneten Betrag, ist das der erste Ansatzpunkt für Einsparungen, bevor du an anderen Töpfen kürzt.

Was zählt zu den 30 Prozent Wünsche?

Die 30 Prozent für Wünsche umfassen alles, was den Alltag angenehmer macht, aber nicht zwingend notwendig ist: Restaurantbesuche, Kino, Streaming-Abos, Hobbys, Urlaubsreisen und Kleidung über den Grundbedarf hinaus.

Bei 2.500 Euro netto entsprechen 30 Prozent genau 750 Euro monatlich, bei 3.500 Euro netto sind es 1.050 Euro.

Die Trennung zwischen Bedarf und Wunsch ist nicht immer eindeutig — ein einfaches Smartphone ist Bedarf, das teuerste Modell eher Wunsch —, doch genau diese bewusste Einordnung ist der Lerneffekt der Regel.

Der berechnete Wunschbetrag dient als realistische Obergrenze für dein Konsumverhalten, nicht als Verbot einzelner Posten.

Wer feststellt, dass die eigenen Wünsche-Ausgaben dauerhaft über dem berechneten Wert liegen, hat damit einen klaren, bezifferten Hebel gefunden, um mehr für Sparen und Schuldentilgung übrig zu behalten, ohne an den notwendigen Fixkosten etwas ändern zu müssen.

Warum sieht die Regel 20 Prozent für Sparen und Schuldentilgung vor?

Die 20 Prozent für Sparen und Schuldentilgung sichern die finanzielle Zukunft: Sie umfassen den Aufbau eines Notgroschens, das Sparen für größere Anschaffungen, die Altersvorsorge sowie die Rückzahlung bestehender Kredite und Dispokredite.

Bei 2.500 Euro netto sind das 500 Euro monatlich oder 6.000 Euro im Jahr, bei 3.000 Euro netto steigt der Betrag auf 600 Euro monatlich beziehungsweise 7.200 Euro jährlich.

Bestehende teure Schulden haben dabei meist Vorrang, weil ihre Zinsen oft höher liegen als jede Sparrendite.

Die Jahreshochrechnung macht dabei greifbar, welche Summe sich aus einer scheinbar kleinen Monatsrate über zwölf Monate ansammelt, ganz ohne Zinseszins — sie ist eine reine Multiplikation mit zwölf.

Wichtig: Der ausgewiesene Betrag trägt zwei Aufgaben gleichzeitig, Sparen und Tilgen, sodass du beide Zwecke am besten getrennt notierst, statt die volle Summe als reines Vermögenswachstum misszuverstehen.

Wie berechne ich meine Sparquote mit der 50-30-20-Regel?

Die Sparquote gibt an, welcher Prozentanteil deines monatlichen Nettoeinkommens in den Spartopf fließt; in der 50-30-20-Regel liegt sie fest bei 20 Prozent.

Der Rechner ermittelt daraus automatisch den zugehörigen Sparbetrag und rechnet ihn auf das Jahr hoch: Bei 3.500 Euro netto sind das 700 Euro monatlich und 8.400 Euro im Jahr, bei 4.000 Euro netto steigt die Sparrate auf 800 Euro monatlich beziehungsweise 9.600 Euro jährlich.

Dieser Betrag deckt sowohl echtes Sparen als auch die Tilgung bestehender Schulden ab, ohne beides zu unterscheiden. Eine Sparquote von 20 Prozent ist bei niedrigem Einkommen ambitioniert und bei hohem Einkommen eher eine Untergrenze.

Entscheidend für die Umsetzung ist, den Sparbetrag direkt nach Gehaltseingang per Dauerauftrag beiseitezulegen, statt erst am Monatsende zu prüfen, was übrig bleibt.

Gibt es die 50-30-20-Regel auch als Tabelle oder Excel-Vorlage?

Eine feste Tabelle mit Richtwerten findest du direkt auf dieser Seite: Sie zeigt die 50-30-20-Aufteilung für Nettoeinkommen von 1.000 bis 4.000 Euro in 500-Euro-Schritten, etwa 1.000 Euro Bedarf, 600 Euro Wünsche und 400 Euro Sparen bei 2.000 Euro netto.

Eine separate Excel-Vorlage bietet der Rechner bewusst nicht an, weil die Formel so einfach ist, dass sie sich in jeder Tabellenkalkulation mit drei Zellen nachbauen lässt: Nettoeinkommen mal 0,5, mal 0,3 und mal 0,2.

Für den Alltag ist der Rechner oben meist schneller als eine eigene Excel-Datei, weil er sofort alle vier Werte inklusive Jahreshochrechnung anzeigt, sobald du dein Einkommen einträgst.

Willst du verschiedene Einkommensszenarien vergleichen, trägst du einfach nacheinander mehrere Beträge ein und liest die Ergebnisse direkt ab, ganz ohne Formel selbst eintippen zu müssen.

Ersetzt der Rechner eine Finanzberatung?

Nein, der 50-30-20-Regel-Rechner ist ein Orientierungswerkzeug, das dir mit einer einzigen Eingabe eine grobe, aber schnelle Aufteilung deines Einkommens liefert.

Er berücksichtigt keine individuellen Faktoren wie bestehende Verträge, steuerliche Besonderheiten, konkrete Sparprodukte oder Renditeerwartungen einer Geldanlage.

Bei 2.500 Euro netto nennt er dir zum Beispiel 500 Euro Sparbetrag, verrät aber nicht, ob dieser Betrag in ein Tagesgeldkonto, einen ETF-Sparplan oder die betriebliche Altersvorsorge fließen sollte.

Für eine fundierte Finanzplanung, bei Fragen zur Altersvorsorge oder in einer angespannten Schuldensituation ist eine unabhängige Beratung sinnvoller, etwa bei der Verbraucherzentrale oder einer Schuldnerberatungsstelle.

Nutze das Ergebnis als ersten Überblick und Gesprächsgrundlage, nicht als verbindliche Anlage- oder Budgetempfehlung für deinen persönlichen Einzelfall.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Nutze die 50-30-20-Regel als Orientierung und nicht als starres Gesetz. Vergleiche die berechneten Zielbeträge mit deinen tatsächlichen Ausgaben der letzten Monate, um Abweichungen sichtbar zu machen.

Liegen deine Fixkosten deutlich über 50 Prozent, ist das ein Hinweis, zuerst bei Verträgen für Strom, Versicherungen oder Telefon nach Einsparungen zu suchen, bevor du am Sparanteil kürzt.

Richte für den Sparbetrag idealerweise einen Dauerauftrag direkt nach Geldeingang ein, damit das Sparen automatisch passiert und nicht vom Restgeld am Monatsende abhängt.

Behandle bestehende teure Schulden wie einen Dispokredit vorrangig, denn deren Zinsen übersteigen laut Destatis meist jede Sparrendite. Prüfe die Aufteilung außerdem ein- bis zweimal im Jahr neu, etwa nach einer Gehaltsänderung.

So bleibt dein Budget aktuell und die Regel zu einem echten Steuerungsinstrument statt zu einer einmaligen Momentaufnahme. Halte dir dabei vor Augen, dass der ausgewiesene Sparbetrag zwei Aufgaben gleichzeitig trägt: Sparen und Tilgen.

Der Rechner nennt nur eine Zahl — bei 2.500 Euro netto also 500 Euro — und verrät nicht, wie sie sich aufteilt. Wer 200 Euro im Monat für einen Kredit aufbringt, spart aus diesem Topf real nur 300 Euro, obwohl die Anzeige unverändert 500 Euro zeigt.

Notiere dir die beiden Beträge deshalb getrennt, sonst hältst du eine Tilgung für Vermögensaufbau.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Ein typischer Praxisfall ist eine Berufseinsteigerin mit einem Nettoeinkommen von 2.500 Euro, die zum ersten Mal ein eigenes Budget aufstellt.

Sie gibt den Betrag in den Rechner ein und erhält 1.250 Euro für den Bedarf, 750 Euro für die Wünsche und 500 Euro für das Sparen, das sind 6.000 Euro im Jahr. Spareffekt: 500 € monatlich ergeben 6.000 € Notgroschen nach einem Jahr Beim Vergleich mit ihren Kontoauszügen stellt sie fest, dass ihre Miete samt Nebenkosten allein schon 1.100 Euro beträgt und mit weiteren Fixkosten die 1.250 Euro überschreitet.

Statt zu resignieren, nutzt sie das Ergebnis als Diagnose: Sie wechselt den Stromanbieter, kündigt eine doppelte Versicherung und reduziert so ihre Fixkosten. Den verbleibenden Spielraum verteilt sie bewusst zwischen Wünschen und Sparen.

So wird aus der abstrakten Regel ein konkreter Plan, mit dem sie ihren Notgroschen Schritt für Schritt aufbaut und ihre Ausgaben aktiv steuert statt sie nur hinzunehmen.

Genau darin liegt der praktische Wert der Regel: Sie ersetzt keine detaillierte Ausgabenliste, liefert aber eine schnelle Standortbestimmung, an der sich sofort ablesen lässt, welcher der drei Töpfe aus dem Gleichgewicht geraten ist und wo eine Korrektur zuerst ansetzen sollte.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Ein häufiger Fehler ist, mit dem Bruttoeinkommen statt mit dem Nettoeinkommen zu rechnen, wodurch alle Zielbeträge zu hoch ausfallen. Ebenso verbreitet ist die Annahme, die feste Aufteilung passe für jede Lebenssituation.

Gerade bei niedrigem Einkommen oder sehr hohen Mieten lassen sich die 50 Prozent für den Bedarf oft nicht halten, was nicht an einem Planungsfehler liegt, sondern an den Lebenshaltungskosten.

Wer die Regel dann als Versagen empfindet, gibt die Budgetplanung leicht ganz auf. Ein weiterer Fehler ist, Wünsche und Bedarf nicht sauber zu trennen, sodass Konsumausgaben als notwendig deklariert werden und der Sparanteil unbemerkt schrumpft.

Schließlich wird der Sparbetrag oft nur als Restgröße behandelt: Was am Monatsende übrig bleibt, wird gespart. Besser ist der umgekehrte Weg, den Sparbetrag zuerst beiseitezulegen und erst danach die Wünsche aus dem verbleibenden Topf zu bestreiten.

Am oberen Ende kippt die Regel übrigens genauso, nur unauffälliger: Bei 6.000 Euro netto schreibt sie 1.800 Euro für Wünsche und 1.200 Euro fürs Sparen vor.

Der Bedarfstopf ist dort mit 3.000 Euro für die meisten Haushalte üppig überfinanziert, während die 20 Prozent Sparquote, die bei knappem Einkommen ein ambitioniertes Ziel sind, bei hohem Einkommen eher eine Untergrenze darstellen.

Wer die Prozentsätze mit steigendem Gehalt unverändert mitwachsen lässt, hebt vor allem seinen Konsum und nicht seine Rücklage.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der 50-30-20-Regel-Rechner übersetzt dein Nettoeinkommen in klare Zielbeträge für Bedarf, Wünsche und Sparen und macht über die Jahreshochrechnung sichtbar, wie viel konsequentes Sparen tatsächlich bewirkt.

Als nächsten Schritt lohnt es sich, die Zielbeträge mit den realen Ausgaben abzugleichen und besonders die laufenden Abos zu prüfen, da diese oft einen großen Teil des Wünsche-Topfs verschlingen.

Dafür hilft dir der Abo-Kosten-Rechner unter /kosten-und-budget/haushaltsbudget/abo-kosten-rechner, mit dem du deine wiederkehrenden Kosten pro Monat und Jahr ermittelst und gezielt senken kannst.

Passend dazu deckt der Abo-Kosten-Rechner auf, wie stark laufende Verträge deine monatlichen Ausgaben belasten.

Eine strukturelle Lücke bleibt: Die drei Töpfe ergeben zusammen exakt 100 Prozent deines Monatsnettos — für Ausgaben, die nicht im Monatsrhythmus anfallen, ist damit kein Platz vorgesehen.

Jahresbeiträge für Versicherungen, die Autoreparatur, der Zahnersatz oder die Urlaubskasse müssen sich ihren Anteil aus einem der drei Töpfe nehmen, ohne dass die Regel sagt, aus welchem.

Auch religiöse Pflichtabgaben wie die Zakat fallen jährlich an und brauchen einen festen Platz im Budget.

Wer solche Posten nicht bewusst monatlich zurücklegt, erlebt sie später als Störung eines Budgets, das rechnerisch aufging. ## Sparquote berechnen: Sparbetrag im Verhältnis zum Netto Die Sparquote gibt an, welchen Anteil deines Nettoeinkommens du monatlich zuruecklegst.

In der 50-30-20-Regel liegt sie bei 20 Prozent — bei 3.500 Euro netto sind das 700 Euro im Monat und 8.400 Euro im Jahr. Diese Quote dient als Richtwert: Wer bestehende Schulden tilgt, zaehlt die Tilgung zum Spartopf dazu.

Wer sehr hohe Fixkosten hat, beginnt mit einer niedrigeren Quote und steigert sie schrittweise.

Die Sparquote ist der wichtigste Hebel fuer den langfristigen Vermoegensaufbau, weil sie unabhaengig von der Rendite wirkt: 700 Euro im Monat ergeben nach einem Jahr 8.400 Euro Ruecklage, ganz ohne Zinsen.

Erst darauf aufbauend entfaltet eine Geldanlage ihre Wirkung. Gib dein Nettoeinkommen ein und lies den Sparbetrag ab, um deine persoenliche Sparquote mit der Faustregel zu vergleichen.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Bedarf: 1.250 € | Wünsche: 750 € | Sparen: 500 € | Sparsumme pro Jahr: 6.000 €

2.500 € netto – die klassische Aufteilung

Monatliches Nettoeinkommen
2.500 €

Beispiel 2 · Mittel · Bedarf: 1.000 € | Wünsche: 600 € | Sparen: 400 € | Sparsumme pro Jahr: 4.800 €

2.000 € netto – geht die Regel auch mit weniger?

Monatliches Nettoeinkommen
2.000 €

Beispiel 3 · Komplex · Bedarf: 1.500 € | Wünsche: 900 € | Sparen: 600 € | Sparsumme pro Jahr: 7.200 €

3.000 € netto – Sparpotenzial eines mittleren Einkommens

Monatliches Nettoeinkommen
3.000 €

Beispiel 4 · Komplex · Bedarf: 750 € | Wünsche: 450 € | Sparen: 300 € | Sparsumme pro Jahr: 3.600 €

1.500 € netto – die Grenzen der Regel

Monatliches Nettoeinkommen
1.500 €

Beispiel 5 · Komplex · Bedarf: 1.750 € | Wünsche: 1.050 € | Sparen: 700 € | Sparsumme pro Jahr: 8.400 €

3.500 € netto – Sparquote und Sparbetrag bei höherem Einkommen

Monatliches Nettoeinkommen
3.500 €

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Weiternutzung

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  • Drei Balken zeigen die Aufteilung von 2.500 € Nettoeinkommen: 1.250 € Bedarf (50 %), 750 € Wünsche (30 %), 500 € Sparen (20 %).

    50-30-20-Regel – Aufteilung des Nettoeinkommens

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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/kosten-und-budget/haushaltsbudget/budget-50-30-20-regel">50-30-20-Regel – Aufteilung des Nettoeinkommens auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/kosten-und-budget/haushaltsbudget/budget-50-30-20-regel
  • Balkendiagramm zeigt das Wachstum des Sparbetrags über 12 Monate bei 500 € monatlicher Sparrate nach der 50-30-20-Regel.

    Spareffekt – Monatlich 500 € × 12 = 6.000 € pro Jahr

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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/kosten-und-budget/haushaltsbudget/budget-50-30-20-regel">Spareffekt – Monatlich 500 € × 12 = 6.000 € pro Jahr auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/kosten-und-budget/haushaltsbudget/budget-50-30-20-regel
  • Infografik: 50-30-20-Regel: Budgetaufteilung nach Nettoeinkommen, 50 % BEDÜRFNISSE, = 1.250 € (bei 2.500 € netto), Miete + Nebenkosten, Lebensmittel + Haushalt, Versicherungen (KV, Haftpflicht), Mobilität (ÖPNV, Auto), Strom, Internet, Handy

    Budget 50 30 20 Regel Aufteilung

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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/kosten-und-budget/haushaltsbudget/budget-50-30-20-regel">Budget 50 30 20 Regel Aufteilung auf Rechner-Portal</a></p>

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Die 50-30-20-Regel ist eine Faustformel zur Orientierung. Die ideale Aufteilung hängt von deiner individuellen Lebenssituation ab. Der Rechner ersetzt keine persönliche Finanzberatung.

Quelle: Budgetaufteilung nach der 50-30-20-Faustregel auf Basis des monatlichen Nettöinkommens.

Stand: 2026-09-27

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
27. September 2026
Fachbereich
Kosten & Budget / Haushaltsbudget
Formeln basieren auf
Bedarf = Nettöinkommen × 0,5; Wünsche = Nettöinkommen × 0,3; Sparen = Nettöinkommen × 0,2; Sparbetrag pro Jahr = Sparen × 12.
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). 50-30-20-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/kosten-und-budget/haushaltsbudget/budget-50-30-20-regel

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. 50-30-20-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/kosten-und-budget/haushaltsbudget/budget-50-30-20-regel

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