Überblick
Beleihungsauslauf: Darlehen im Verhältnis zum Beleihungswert
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Der Beleihungsauslauf gibt an, wie viel Prozent des Beleihungswerts ein Darlehen ausmacht. Er ist die Kennzahl, an der eine Bank erkennt, wie gut ihr Darlehen durch die Immobilie gedeckt ist.
Entscheidend ist das Wort Beleihungswert: Er ist weder Kaufpreis noch Marktwert, sondern ein vorsichtig angesetzter Wert, den die Immobilie nach § 3 BelWertV während der gesamten Dauer der Beleihung voraussichtlich erzielen kann, unabhängig von vorübergehenden Preisschwankungen.
Er darf den Marktwert nicht übersteigen (§ 16 Abs. 2 PfandBG) und liegt in der Praxis darunter. Der Rechner bildet den Beleihungswert aus Kaufpreis und Sicherheitsabschlag oder aus der Angabe deiner Bank und setzt das Darlehen dazu ins Verhältnis.
Im Standardfall mit 400.000 Euro Kaufpreis, 10 Prozent Abschlag und 300.000 Euro Darlehen liegt der Beleihungswert bei 360.000 Euro und der Beleihungsauslauf bei 83,3 Prozent, nicht bei den 75,0 Prozent, die der Kaufpreis vortäuscht.
Zusätzlich trennt er den Anteil bis zur 60-Prozent-Grenze des § 14 PfandBG vom Rest und zeigt, wie viel Eigenkapital bis zur Zielstufe fehlt.
Das hilft beim Hauskauf, bei der Anschlussfinanzierung und vor jedem Gespräch, in dem eine Bank nach Sicherheiten fragt.