Überblick
Was ist der Niessbrauch berechnen?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Bei einer Immobilienuebertragung an die naechste Generation sichert ein Niessbrauchrecht dem bisherigen Eigentuemer das Recht, die Immobilie weiterhin selbst zu nutzen oder die Mieteinnahmen zu beziehen — dieses Recht hat einen steuerlich relevanten Kapitalwert, der die Bemessungsgrundlage fuer Schenkung- oder Erbschaftsteuer mindert. Eine 65-jaehrige Frau, die sich an einer 300.000-Euro-Immobilie mit 12.000 Euro Jahresmiete ein lebenslanges Niessbrauchrecht vorbehaelt, senkt die schenkungsteuerliche Bemessungsgrundlage um 150.960 Euro auf 149.040 Euro.
Der Rechner ermittelt diesen Kapitalwert nach § 14 BewG mit den amtlichen Vervielfaeltigern aus Anlage 9 zum BewG (Sterbetafel 2020/2022, BMF-Schreiben vom 01.12.2023, gueltig ab 01.01.2024). Die Berechnung basiert auf drei Bausteinen: dem Jahreswert der Nutzung (Jahreskaltmiete abzueglich Bewirtschaftungskosten), dem geschlechtsspezifischen Vervielfaeltiger aus Anlage 9 und der Jahreswert-Deckelung nach § 16 BewG, die den Jahreswert auf maximal 1/18,6 des Immobilienwerts begrenzt.
Das Ergebnis umfasst den Kapitalwert des Niessbrauchs, den Wert der belasteten Immobilie, den prozentualen Niessbrauch-Anteil und die statistische Restlebenserwartung.
Typische Anlaesse sind die vorweggenommene Erbfolge, die Schenkung unter Niessbrauchvorbehalt, die Bewertung bestehender Niessbrauchrechte im Erbfall und die steuerliche Planung des guenstigsten Uebertragungszeitpunkts innerhalb der Familie.